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RS Weekender. Drei Bier sind auch ein Steak

Ob das funktionieren kann? Ein Feinschmecker-Festival im November abseits der grossstädtischen Konzert-Ballung? An der zu dieser Zeit grauen Ostsee. In einem Dorf mit 70ies-Pauschal-Charme? Es kann! Kein(e) Katzenjammer, der 1. Rolling Stone Weekender war so erfolgreich, dass er eine Fortsetzung im nächsten Jahr findet.

Das Gourmet-Lineup lockte den (hier und da in die Jahre gekommenen) RS-Abonnenten sowie geschmackssicheren Indie-Jünger zum Teil mit Kind und Kegel auf das Festival der kurzen Wege. Von der beachtlichen Zelt-Bühne mit Roskilde-Atmosphäre (Viva Con Agua sei Dank) zum kleinen Witthüs benötigte man knappe fünf Minuten. Wer nicht am Glitterhouse-Plattenstand hängenblieb oder auf seine Pommes RW eine halbe Stunde investieren mochte, hatte keine Chance, einen Act zu verpassen. Der mögliche Grund dafür, dass bei einer Band wie Gov’t Mule nur ein paar Die-Hearts anwesend waren. Apropos Überraschungen. Joakim und Daniel von Friska Viljor spielten sich akustisch in viele Herzen. Billy Bragg, solo elektrisch, haben viele seit langem im selben und alle anderen spätestens beim gemeinsamen Kurzauftritt mit Wilco. Ein Highlight, das Brett Dennen („if I were you I‘ would go to Wilco now“) verpassen musste. Vertreten durch Gisbert zu Knyphausen, der sichtlich Spass an diesem grossartigen Finale hatte.

Editors, die grossartigen Kashmir und The Flaming Lips, Geburtstundenfeieralbernheiten-Garant, lenkten bereits am Freitag vom  „Essen=Note 0“ (wie vorm Zettelkasten zu lesen war) mehr als ab!
Drei Bier sind auch ein Steak finden wir – und sind im nächsten Jahr gerne wieder dabei!  Dann sicher auch mit Frauen ON stage.
Für Langzeitplaner: der Termin steht mit dem 12. und 13. November 2010 bereits fest. (dis)