Wenn das nicht passt über die Feiertage. Ein echter Kerl mit Händen aus Licht und offenbar auch Gold. Oder wie ist es sonst zu erklären, dass auf der dänischen Spät-2009er-Indie-Pop-Überraschung “The Looking Glass” (Crunchy Frog / Vorbestellung) gleich zehn verdammte Kurzweiler stecken? Erinnert sich übrigens noch jemand an die grandios abgesoffenen Wolfkin?

Das hier funktioniert (nicht ganz zufällig…) ähnlich aber (hoffentlich!) erfolgreicher. Klatschende Hände von der ersten Sekunde an (“Me Me Me”), ein Mädchen im Hasen-Schneeanzug schaukelnd und Lars Vognstrup als inoffizielles optisches Double des Gaslight Anthem-Sängers. Dass hier mit hörbarem Vergnügen in vielen Pop-Songs längst vergangener Jahrzehnte gestöbert und entstaubt wird, trifft den Kern indes nur ganz am Rande. Der Mann versteht als Mitglied diverser Ex-Bands (u.a. eben Wolfkin) und gelernter Plattendreher seine Arbeit, aus vielen Zutaten den besten Flow zu filtern. Fertig arrangiert haben Lars and the Hands of Light ein Album für glückliche Mädchen hinterm Steuer auf dem Weg zum Bahnhof (“Face Your Lover”) oder ihre Jungs, die zeitgleich schon mit “Hey my Love, Hey Love” auf den Ohren hibbelig im Zugabteil sitzen. Sorgenlos, selig und farbenfroh (“Multicolored”) macht glücklich. Nicht nur die Kollegen “Cantona” sehnen die Band daher mit Recht nach Hamburg herbei! (kel)

Nachtrag: Vor lauter Begeisterung im Datum vertan. “The Looking Glass” erscheint natürlich offiziell erst am 27. Januar! Wir kommen darauf zurück. Die Single “Me Me Me” dagegen ist bereits erschienen.

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