“It was a bright and beautiful morning in spring. I just went out in the forest to collect some wood for the fire when I stumbled upon this strangely formed root.” Mit diesen Worten, gesprochen von einer Frauenstimme und unterlegt mit Vogelgezwitscher aufgenommen im Wald hinter dem Haus der Eltern beginnt Vexations, das neue Album des Schwaben Konstantin Gropper alias Get Well Soon. Und egal in welcher Situation man selber in das Nachfolgewerk zu “Rest Now, Weary Head! You Will Get Well Soon” von 2008 reinstolpert, sofort ist man gefangen in der mystischen Welt von Konstantin Gropper, die von klassischen Streichern, Vogelgezwitscher und Groppers beschwörendem Gesang lebt.Noch dunkler, schwerer und bedrückender als das Debut mutet das Konzeptalbum an, jedoch man merkt Gropper in jeder Minute seine Ausbildung als klassischer Komponist ebenso wie sein Streben nach Perfektion an, sind doch alle der 14 Songs unglaublich facettenreich und ausgeklügelt. Auch textlich bewegt Vexations sich auf der dunklen Seite: “I’ll bring the poison, can you bring the knife?” singt Gropper etwa in Seneca’s Silence und macht auch damit deutlich – so ganz leicht verdaulich ist dieses Album nicht. So werden im Folgenden Regisseure erschossen (Werner Herzog gets shot) und der Fall des Römischen Reichs besungen (We are the Roman Empire), dies alles jedoch mit einer Präzision und Unaufgeregtheit die selten ist. Ärgernisse heißt Vexations, ein Ärgernis ist dieses Album jedoch nicht. Sondern ein sehr komplexes Album auf dessen Umsetzung live man am 04. März im Uebel und Gefährlich gespannt sein darf. (Liz)

Vexations erscheint am 22.01.2010 bei City Slang

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