Gutes Wetter, Mädchenalarm, dazu die ersten beiden Titel “Don’t worry” und “Summer’s here again”. Ganz offensichtlich könnte es sich um Vorboten der freundlich gesinnten Jahreszeit handeln. Wären da nicht der überaus rumpelige Einstieg und das undefinierbare Gefühl, zwischen den Zeilen doch noch auf Unrat oder Regenwolken zu stoßen. Und zu allem Überfluss ist “Boon” auch noch Auftragsware.

Am Anfang aber stehen Tränen, Abschied und Verlust. Trotzig stellen zwei junge Menschen polternde DIY-Song-Fragmente aus der geliehenen Gitarre ins Netz der unbegrenzten Möglichkeiten. In besten Falle hören ein paar Seelenverwandte zu, zur Not wird auch ein Label aufmerksam. Am vorläufigen Zwischenstopp dieses Weges stehen die Originaltöne aus dem Wohnzimmer jetzt als Album-Intro neben der finalen Studioversion. Dion October Lucas versucht dabei gar nicht erst, ihre latent bockig-monotone Camden-Interpretation und das native Songwriting künstlich zu übertünchen. Bruder Shem gibt dazu den fiebrigen Rest an der sechssaitigen Schlampe. Ganze zwölf weitere Songs bringen die beiden auf den Langspieler. Da dürften sie sauber aus der Wäsche geschaut haben am Telefon bei Hazelwood in Frankfurt. Apropos London Calling: Dion und Shem sind Kinder der britischen Punklegende Soo Catwoman. Ein bissfester Apfel und sein dreckiger Stamm eben. Am 24. März in der Hasenschaukel. (kel)

Nachtrag: So kann es gehen. Man einigt sich intern nach einigem hin und her auf das Album der Woche, da kommt die überaus kurzfristige Nachricht mitten aus höherer Gewalt, der VÖ-Termin sei verschoben worden von heute auf den 16. April. Wir machen gutes Wetter zum unglücklichen Spiel und verweisen auf die Möglichkeit der Vorbestellung über info@hazelwood.de.

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