Er ist zweifellos einer der besseren Casting-Acts. Wenn nicht sogar der beste. Max Mutzke. Entdeckt von Raab, inzwischen ein richtig seriöser Künstler. Welches Bohlensche Produkt kann das schon von sich behaupten? Doch nein, wir wollen hier nicht (wieder) über Alexander und Co. diskutieren … sondern freuen uns lieber über das neue Mutzke-Werk. Denn seine Nummer 4 ist gar nicht mal so schlecht und tatsächlich ein recht guter Grund, sich den Mützen-Mann am 11. Oktober in den Fliegenden Bauten mal live zu geben.

Auf “Home Work Soul” sucht man zwar die ganz großen Überraschungen, Mutzke aber macht trotzdem einen starken Job. Er singt wie gewohnt und damit wie ein ganz Großer. Seine Band spielt sich durch poppigen Soul, funkigen Pop, lässigen Scheiß für dich und mich. Manches ist etwas schmalzig, anderes dagegen lässt nichts anderes als ein zufriedenes Wippen zu. “Different Tonight” ist so eine Nummer, auch “Wake Me Up In Vegas” macht Spaß. Mainstream, aber mächtig.

Mit “Music” macht er dann plötzlich einen auf Kanye West, mit beispielsweise “I Can’t Get You” präsentiert er seine dunklere Seite – und ist so für ein recht abwechslungsreiches, äußerst souveränes Album verantwortlich. Das muss man vielleicht nicht haben, darf es aber. Und da solche Geschichten live immer noch einen Zacken besser klingen, könnte der Bauten-Abend ein durchaus spannender werden … (mf)

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