2010 = Nada Surf-Jahr: Neues Album, dass trotz Coversongs überzeugt hat (ja, Objektivität ist hier überbewertet), Nada Surf zum Glück wie immer im Gruenspan, Nada Surf bei Oma am Teich und somit Nada Surf ganz oben auf meiner persönlichen „Bestes Konzert des Jahres“-Liste. Und weil hier absolute Subjektivität gefragt war: Bitte schön. Niemand singt so zauberhaft wie Matthew Caws und welche Band rockt gleichzeitig über zwei Stunden lang, bis auch der/die letzte im Publikum nicht mehr stillsteht? Jahr, und? „I had the blankest year…!“

„Jahr…, und?“ sonst noch – Na, die unbestritten großartigen Mumford & Sons! Ohne sie vorher jemals live gesehen zu haben oder das Album sonderlich gut zu kennen, bin ich dieses Jahr ins Docks gegangen und sofort von Johnny Flynn vollkommen verzaubert gewesen. Das Publikum war noch dazu beim Support außergewöhnlich enthusiastisch –das ist in Hamburg auch nicht die Regel. Die Mumfords rissen jeden mit in ihre Folk-Rock-Welt, sei es die wenigen auf dem Balkon oder alle in der Menge. Und auf dem Heimweg dann der Gedanke „…deswegen geh ich auf all die Konzerte.“

Nada Surf? Klar. Mumford & Sons? Mag ja grad fast jeder, die mussten mit in diese Rubrik. Aber mal ein Blick auf eines der kleineren Konzerte des Jahres geworfen: Get Cape. Wear Cape. Fly hat zum Beispiel das Molotow beehrt. Und wie ein Superheld verlassen. Große Melodien in Gitarre, Schlagzeug, eine Prise Laptop und vor allem überzeugende Stimme verpackt. Dazu ein guter Schuss Sympathie: Die Zutaten für ein gelungenes Konzert. Das spezielle i-Tüpfelchen hier vielleicht noch der Junge im Publikum, der manche Lieder lauter mitsang als Sam Duckworth auf der Bühne… Momente, die im Gedächtnis bleiben –bis zum Ende des Jahres und darüber hinaus. (eh)

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