Die Beatsteaks (22. März, Sporthalle, ausverkauft) im “Die Hände zum Himmel”- Modus. Der designierte Sommerhit “Automatic” in einem Album, das angestammte Fans erst noch erobern will. Auch beim N-JOY-“Kneipenkonzert” gestern im Braunschweiger Merz-Club offenbaren sich im Gegenlicht einer riesigen Bühnenlampe nicht nur euphorische Gesichter.

Britisch ausgerichtet hören die Einen, zu viel “lalala” nörgeln die Anderen und das Fan-Forum bietet ohnehin die komplette Palette vom scheppernden, dreckigen Schlagzeug-Freund über den Punkrock-Türsteher bis zum unentschiedenen Offbeat-Fan.

Wohlwollend hebt derweil nicht nur die Visions “Boombox” auf den Thron im Monat Februar. Nicht ohne am Rande explizit darauf hinzuweisen, dass dieses Werk während des Aufwachsens möglicherweise unter dem “Grower”-Artenschutzabkommen steht. Vielleicht ist es aber auch einfach nur die simpelste logische Band-Konsequenz nach ihrem selbstauferlegten Reset, dass diese frische halbe Stunde Beatsteaks-Songs eben nicht in jeder Sekunde auf “Rock im Hurricane”- Hauptbühnen und Zeltplatzorgien maßgeschneidert ist.

Die furchterregend niedrige Decke, an der sich Arnim Teutoburg-Weiß nach einer knappen Stunde in Braunschweig entlang hangelt könnte sich daher noch als unfreiwillig symbolträchtig erweisen. Fast zweihundert Hände, die dort zum Himmel greifen, stoßen so zunächst auf ein Kellerdach aus feuchtem Stein. Diese “Bumskiste” erfordert ganz offensichtlich etwas mehr Arbeit. Auf beiden Seiten der Macht. (kel)

Fotos: N-JOY

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