Sekunde mal. Hast du das von Anfang an? Die “Ansage” zu Beginn auf “Jupiter Jones” beginnt instrumental mitten in einem Stück aus Irgendwo und mündet nach dem folgenden längeren Sprint in einem hübschen, halbfertig anmutenden “Jeder hat sein Los”-Statement. Zeit darüber zu sinnieren bleibt trotzdem nicht, denn ” Hey! Menetekel” hat dann schon den Platz für die erste Hymne gepachtet.

Einer Parade, der das folgende “Immer für Immer” auch sogleich nur wenig nachstehen will. Und wer Nicholas Müller schon immer mal zu intensive Befindlichkeitsfixierung in harmlosen Tönen vorwerfen wollte, findet im Pop-Getümmel der Single “Still” schon Argumente zuhauf. Nur, warum denn eigentlich?

Weil die nachtragende, ohnmächtige Musikerpolizei nach der (Fast-)Abkehr vom Indie-Label schon Börsengänge wittert? Na klar, da passen die Synthies natürlich als veritables Hassobjekt. Und sind doch eigentlich als Stock in einem Rad gedacht, das Jupiter Jones gar nicht neu erfinden wollen. Lange Rede, kurzer Sinn: Herzhafter Biss und der Blick auf alltägliche Verbitterungs-Szenarien klangen sowieso lange schon nicht mehr so geil, wie (nicht nur) im finalen “Komm bloß nicht nach Bad Bentheim”! Wort! 2. März | Hanseplatte || 17. März | Uebel & Gefährlich. (kel)

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1 Kommentar

  1. Bin gespannt, ob das das Ende war…also der Übergang zum “großen Bösen” ;)
    Leider etwas beliebiger geworden und “Still” ist doch schon sehr radiotauglich und hat fast Revolverheld-Manier…abwarten und stillhalten…

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