Tino, du bist Vielen in erster Hinsicht als einer der Betreiber des Uebel & Gefährlich bekannt und dort u.a. für das Booking des feinen Programms zuständig. Du hast in der Vergangenheit aber auch immer wieder als Musikjournalist gearbeitet. Am 14. März erscheint nun dein Roman „So was von da“ (Kiepenheuer & Witsch). Wie kamst du dazu, ein Buch zu schreiben und über welchen Zeitraum ist der Roman entstanden?

Und vor allem: Warum, warum, warum? Irgendwann, vor fünf Jahren oder so, hatte ich mal die Idee zu dieser Geschichte. Hab dann immer wieder versucht das aufzuschreiben. Hab aber immer wieder alles weggeschmissen. Doch wie das so ist mit den unvollendeten Plänen: Wenn sie länger liegen, machen sie einen verrückt. Deswegen hab ich das dann irgendwann mal fertig gemacht, damit mich das nicht fertig macht. Hat anderthalb Jahre gedauert. Und jetzt haben wir den Salat. Warum, weiß ich auch nicht.

Die unausweichliche Frage: Wie viel Tino Hanekamp steckt in Oskar Wrobel? Mit anderen Worten: Haben wir es in gewisser Weise mit einer Autobiographie zu tun? Man kann zumindest den Eindruck bekommen, du erzählst eine Geschichte aus deinem Leben.

Einiges ist erstunken und erlogen, einiges hat sich genau so zugetragen, aber alles ist massiv untertrieben, der Glaubwürdigkeit wegen.

Du reihst dich mit dem Roman neben Rocko Schamoni und Heinz Strunk in die illustre Liste der Hamburger Popkultur-Autoren ein. Rocko und Heinz gehen ausgiebig auf Lesereisen und werben bspw. bei TV Total für ihr jeweiliges Buch. Wirst du dich in Zukunft vermehrt um die „Karriere“ als Autor kümmern und damit unvermeidlich weniger Zeit für das Ue&G haben?

Nö. Außerdem ist Schlaf generell überbewertet.

Wenn du “deine” Weltbühne noch mal für einen Abend ins Leben zurückrufen könntest, welche von dir überaus geschätzten 2 Bands (eine Nationale, eine Internationale) würden dann dort spielen?

1000 Robota und Leonard Cohen.

Interview: Kai Winter | Teil 2 morgen früh an dieser Stelle.

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