“Grosse Freiheit, let’s get haunted by the ghost of The Beatles and tear the place apart tonight!” gaben Katzenjammer auf facebook als Losung des Abends aus. Die gute Nachricht: der Laden steht noch. Die noch bessere Nachricht: „Tonight, we’re recording the show for our Live-DVD.“ Das hat die Crowd mindestens so motiviert wie die Band. Die vier norwegischen Multi-Instrumentalistinnen haben die am zweiten Abend in Folge ausverkaufte Große Freiheit 36 mit dermaßen guten Songs und so viel Spielfreude gerockt, dass es einfach nur ein Hammer-Spaß war. Und die Fans zwischen 20 und 60 Jahren zogen bestens gelaunt mit. Nach der üblichen, viel zu langen Umbaupause brauchten die Nordlichter dann auch nur zwei Songs um die sonst so verhaltenen Hamburger zum Zappeln zu bringen.

Spätestens bei der Single „I will dance“ (vom aktuellen Album „A Kiss Before You Go“) kochte der Saal dann. Die Setlist war dramaturgisch perfekt, die Virtuosität, mit der die Katzen zwischen den Instrumenten wechselten war beeindruckend und die Coverversion von „Land of confusion“ kam noch geiler als auf dem Album. Und dass die Witze über angeblich neu gelernte deutsche Wörter dieselben wie beim letzten Hamburg-Gig im April waren, tat dem Unterhaltungsfaktor auch keinen Abbruch. Beim obligatorischen Mitsing-Part lieferte sogar der männliche Teil des Publikums ein Manowar-Konzert-verdächtiges “Wuohohoooo” ab. Kein Wunder. Diese Mädels begeistern ja auch mit den gleichen Eigenschaften, wie einst schon die vier Liverpooler Jungs: musikalische Genialität und Charme. (ds)

Foto: Heiko Sehrsam [PFN]

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