Hier der Nachtrag zu unserem kettcar-Spezial vom vergangenen Donnerstag:

Whitney Houston ist gestern Nacht gestorben, mich plagt seit Wochen eine abwechselnd nässende und sich schuppende Pilzinfektion unter der Unterlippe und mein Internetzugang versagt mir den Dienst. Kurz gesagt: Ich bin in unmenschlichem Ausmaß von Elend umgeben. Kann also ab sofort nur noch besser werden, sollte man meinen. Doch weit gefehlt.

Zu allem Horror gesellt sich jetzt auch noch die neue kettcar Platte hinzu, die ich besprechen darf/kann/muss/soll. Am besten bereits gestern. Solche Texte sollen ja schließlich zeitnah erscheinen, um eine gewisse Steigbügelfunktion zur Erstveröffentlichung einer Platte im Handel zu erfüllen. Nur weil ich habe verlautbaren lassen, dass meine ungeliebten Nachbarn gerne kettcar hören, werde ich nun zu einem “Erfüllungsgehilfen des kommerziellen Erfolges”. Hätte ich doch meine vorlaute Schnauze gehalten, oder seinerzeit einfach Phil Collins, Silbermond oder DJ Bobo auserkoren. Mann!

Jetzt wünscht man hier von mir etwas geboten zu bekommen, nehme ich an: Wiebusch rein, Löwen rein, Popcorn. Oder gar eine Lobhudelei, um damit den blutgierig geifernden Pöbel aus purem, punkigen Trotz zu enttäuschen. All das käme sicherlich gut und würde die eine oder andere Erwartungshaltung befriedigen. Aber ich halte es stattdessen lieber mit den Worten einer anderen Hamburger Band und lehne dankend ab.

Denn es ist mir so unendlich egal, was auf „Zwischen den Runden“ abgeliefert wird. Ich mag die Musik dieser Band einfach nicht. Sie haut mich nicht um, sie nimmt mich nicht mit, sie sagt mir schlicht und ergreifend nicht zu. Meine Nachbarn sehen das offensichtlich vollkommen anders. Warum? Das weiß ich nicht. Wir sollten einfach an dieser Stelle damit enden, uns mit der beliebten, deutschen Gitarrenrockband aus Hamburg unsere so knapp bemessene Zeit zu rauben und uns stattdessen etwas sinnvollerem zuwenden: Zum Beispiel, eine funktionierende Internetverbindung vorausgesetzt, aus gegebenem Anlass stark reduziertes Backprogramm von Whitney Houston bei einem großen Internetversandhaus zu bestellen. Jörkk // LOVE A (17. Februar | Hafenklang)

 

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2 Kommentare

  1. Eine herbe Entäuschung was das neuste Werk der Mannen um Herrn Wiebusch betrifft. Dabei dachte ich, dass es doch nach Sylt wieder einen Schritt nach oben geben sollte. Aber weit gefehlt denn Luft nach unten gibts wohl immer noch! Mein Fazit entweder ich bin nicht mehr zeitgemäß, mein Musikgeschmack hat den falschen Anspruch gewonnen oder die haben den Status einer “Rolling Stone Band” erreicht. Die ja bekanntlich auch noch gute Rezis ernten wenn sie Dr. Pöters Kot in der Squeezeflasche verhöckern! So ..und genug der Anglezismen denn die sind ja auch schon wieder out! Das bin ich jetzt übrigens auch…….

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