Den Mond anheulen, das tun beispielsweise Wölfe und es gilt gemeinhin nicht als hohe Kunst. Wenn ein Album so heißt, dann kann das erst mal abschrecken. Egal, abwarten und Play drücken. Gejault wird sogar am Ende vom Eröffnungstrack ‚Heads and Tails‘, der nahtlos in die erste Single ‚Harder Than You Think‘ übergeht.

‚Johnossi‘ denkt man hier ganz kurz, findet´s aber gar nicht schlimm, dass sich die Dänen von The Floor Is Made Of Lava bisweilen wie die schwedischen Nachbarn anhören. Nach eigener Aussage ist es ja sogar gewollt, dass man Referenzen an die letzten Jahrzehnte der Rockgeschichte raus hört. Mit Ausnahme der 80er, so Sänger Tobias Kippenberger, die waren „rockmusikalisch ausnahmslos schrecklich“.

So mauern The Floor Is Made Of Lava ihre 11 Songs des am 30. März erscheinenden Albums ‘Howl At The Moon’ mit, in die Feststellung, dass Dänemark als Musikexporteur einiges kann. Auf Lava geht man hier nicht auf leisen Sohlen, sondern barfuß und wenn man es dann noch schafft, dabei so melodisch und gekonnt den Mond an zu jaulen, dann hat man alles richtig gemacht. Apropros alles richtig, am 30. April supporten die vier Dänen im Turmzimmer des Uebel & Gefährlich die Belgier von The Black Box Revelation. Ja, das passt hervorragend, da tanzt man schwitzend und laut in den Mai, wie es sich gehört. Im Kreise der Nachbarn aus Norden und Westen. (mh)

 

Share.

Leave A Reply

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.