… statt in der Spitaler Straße oder Was macht eigentlich der Britpop heute? Gibt es den noch? Blur weg, Oasis weg, Suede versuchten sich am Comeback, Pulp waren auch zu sichten. Alles nichts Halbes und nichts Ganzes. Keine Überlebenden? Doch, die Manic Street Preachers. Die gibt es immer noch und es gab sie auch fast nie nicht. Aber dieser Bericht soll mal ohne die Legende um Richie Edwards auskommen.

Also zum Ist-Zustand der 3 Waliser. Der ist quicklebendig. In Zeiten, in denen viele „Bands der 90er“ mit ihrem am meisten antizipierten Album auf Tour gehen und es von vorne bis hinten durchspielen, machen sich die Manic Street Preachers mehr Mühe. Frei nach dem Motto: Wir haben nicht nur ein Album, das alle noch mal hören wollen, wir haben viel mehr. Warum also nicht eine Singlecollection zusammenstellen und damit touren. Gesagt getan und während sich wohl die meisten Bands mit einer Auswahl für zu spielende, sagen wir 60 Minuten begnügen würden, nehmen sich die Manics Zeit und 21 Songs zur Brust.

Das Publikum haben sie dabei von Anfang an, mit den ersten Tönen von “Found That Soul”, bei sich, wie in einer leidenschaftlichen Umarmung und sie lassen auch erst mit verklingen des letzten Songs wieder los. Keine Zugabe, man bleibt der Tradition treu. Und wo man bei Verlassen der Markthalle auch hinsieht und hört: Lauter glückliche, zufriedene Menschen um einen herum und die Gewissheit, dass die Manic Street Preachers eben keine „Band der 90er“ sind, sondern, um es mit ihren eigenen Worten zu sagen: ‚The Everlasting‘. (mh)

 

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