Es ist kein Geheimnis, dass Jack White genug Projekte am Laufen hat, als dass Langeweile aufkommen sollte, sei es sein eigenes Label oder Bands wie The Raconteurs oder The Dead Weather. Zumindest die Tage der White Stripes sind außerdem wohl endgültig besiegelte Geschichte und ein neues Kapitel wurde aufgeschlagen: Die erste Soloplatte.

White hat fast alle Instrumente für „Blunderbuss“ selbst eingespielt und herausgekommen sind bluesige Rock’n’Roll-Nummern mit unregelmäßigem Einschlag in Richtung Country, natürlich getragen von der Gitarre, aber auch vom Klavier. Letzteres is sehr einprägsam bei „Weeping themselves to sleep“, eine treibende von den Tasten geführte Melodie, dazu dramatischer Gesang, vielleicht einer der stärksten Songs des Albums. Es folgen eine Ballade im Duett bei „Love Interruption“, Country beim Titelsong, Erinnerungen an die White Stripes bei „Sixteen Salteens“ und ein wenig Raconteurs’n’Roll während „I’m shakin’“.

„Blunderbuss“ vereint all die vielen musikalischen Persönlichkeiten Whites auf einem einzigen Album. Somit verwundert es nicht, dass es vor allem ein Wort heraufbeschwört: Abwechslungsreich. Ähnlich wird es auch auf seinen Konzerten zugehen, nimmt er doch gleich zwei Bands mit auf Tour: Eine aus weiblichen und eine aus männlichen Musikern bestehend. Wer in Hamburg am 5. Juli 2012 auf der Bühne des Docks stehen wird, wird wahrscheinlich kurzfristig entschieden, ähnlich soll es mit der Setlist zugehen. (eh)

 

 

 

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