Wo früher mal Aufregung, pure Vorfreude oder gar Euphorie herrschte, kann es heute auch mal Unsicherheiten, Befürchtungen oder im schlimmsten Fall zu Desinteresse geben. Ein neues Fear Factory-Album? Aha. Egal. Oder: Hoffentlich versauen sie es nicht. Kann man verstehen irgendwie. Denn in den vergangenen Jahren war nicht mehr alles super bei den einstigen Metal-Göttern.
Angefangen bei den aus der Ferne seltsam erscheinenden Personalwechseln (Dino raus, Dino rein, Dino ist wieder so was wie der Boss etc) bis hin zu Alben, die niemals mies waren, aber auch niemals zu super wie eins “Obsolete” oder gar “Demanufacture“. Manches kam irgendwie zu modern und zwar zu gewollt modern, Andered klang dann zu sehr nach den Klassikern und leider auch das vielleicht ein bisschen zu gewollt. Dann gab es starke Scheiben, denen aber leider ein wenig das Besondere, das Revolutionäre fehlte und im Grunde kann man sagen: Fear Factory haben zwei Probleme: “Obsolete und “Demanufacture“. An diesen beiden Meisterwerken werden sie bis heute gemessen, auch wenn sie bereits 1998 bzw. 1995 erschienen.
2012 haben sie mal wieder ein neues Album Start. Nein, die Welt hat sicher nicht drauf gewartet und von Euphorie vorab kann sicher nicht die Rede sein. Und ebenso nein, die beiden Klassiker werden erneut nicht getoppt. Alles wie immer also? Jein. Denn: Das Ding killt, das Ding ist super. Fear Factory knallen uns mit “The Industrialist” ein saugutes Ding vor den Latz, einen Brocken aus ScFi, Industrial, Metal und mehr. Produziert hat mal wieder Rhys Fulber, erstmals wurde mit einem Drumcomputer gearbeitet – den Rest übernahmen Dino und Burton. Als Duo, tatsächlich. Gemeinsam schufen sie kleine Monster wie “Recharger” (klicken = hören) oder “Depraved Mind Murder” und machen das Album zur Pflicht für Fans. “New Messiah” darf hier gehört werden.
Warum wir das aber überhaupt alles sagen? “The Industrialist” erschien schließlich schon am 1. Juni. Nun, weil Fear Factory auf Tour kommen, wir die Hamburg-Show am 31. Oktober im Logo (!!) präsentieren – und weil wir uns darauf freuen. Auf alte Helden im intimen Rahmen, auf Hits von damals und Starkes von heute. Weil wir beim Gedanken daran so etwas wie Aufregung verspüren. Sogar etwas Euphorie … (mf)

2 Kommentare
Und noch viel geiler: Fear Factory spielen da zusammen mit Devin Townsend! Ich hoffe er bringt da was von Ziltoid! Meine Karte hab ich schon ;).
Als ich mein Ticket Anfang Juli geholt hab gabs schon nur noch 90 Karten.
Ein Hoch auf den Trottel der sie ins Logo geholt hat. Verlegung?