Dass man sich auf dem Cover von “Der Mensch lässt nach” mal in der Sch(n)elle von Sekundenbruchteilen vortrefflich verlieren kann, ist offensichtlich. Und schon nach wenigen Momenten oder Absätzen Schorsch Kamerun dürfte auch dem Genre-Neuling unter den Hörern gewahr sein, dass sich selten genug ein Motiv so passgenau über den Inhalt legen wollte.
Der Theaterregisseur und Musiker, den wir hier ja wohl nicht explizit vorstellen müssen, quetscht die Essenz ungezählter Gespräche aus wie eine (Entschuldigung) Zitrone, klingt im einen Moment wie Lou Reed auf Helium nach einer Nacht im Pudel Club, dann wieder wie die Speerspitze des kollektiven unzufriedenen Freigeistes e. V. – Landesverband Hamburg. Verhuschter Jazz, die Qualität des sehr speziellen Monologes, winden, finden, Profit, Gentrificker … auch. Am Ende irgendwas Tolles mit Theaterhörspiel. Kommt als Vinyl mit beigefügter CD, steht (natürlich auch) in der Hanseplatte. 15. März | Hafenklang. (kel)
