“Als hätte man eine Stunde vom besten Radiosender der Welt aufgenommen” ist ja mal ein Fazit. In Stein gemeißelt von Carsten Friedichs und derbe auf den Punkt gebracht, was hinter dem Kollektiv Barner 16 steckt. Die Altonaer nennen sich selbst ein “Netzwerk professioneller Kulturproduktionen”, wissen Bands, Theater- und Tanzprojekte, Schreiber, Videoartisten, Booker und ein ganzes Label unter einem Dach. Quer durch alle Altersschichten klingt Kollektiv Barner 16 nun als Essenz einer unendlichen Kreativität mal wie Jupiters Fred, Station 17, Fatboy Slim, Freistil-Pop-Diskurs und eben immer wieder neu erfunden.
Dass hier Menschen mit und ohne Handicap Hand in Hand gehen, ist fast überflüssig zu erwähnen. Ob es die fast allgegenwärtige Sehnsucht nach einer bunteren Welt, “Die Menschen dahinter” oder ganze “Häuser aus Lebensmitteln” sind: Kollektiv Barner 16 unter der Leitung von Alexander Tsitsigias, Christian Fleck und Kevin Hamann klingen nicht nur “als hätte man eine Stunde vom besten Radiosender der Welt aufgenommen”, sondern bringen das alles ohne jedes unangenehme Sendungsbewusstsein in die Hütten dieser Stadt. Und wer jetzt an “Radio GaGa” denken muss, hat sowieso nichts verstanden. 21. März | Goldener Salon (kel)
