2 ½ Jahre mussten Fans, Freunde und Sympathisanten der Zürcher Elektropunkband Saalschutz auf neue Musik warten. Denn so viel Zeit ist inzwischen seit dem Release des Albums “Entweder Saalschutz” vergangen. Im Februar endete vorläufig die Zeit ohne neue Lieder, als die Single “Und alle so Yeah!” erschien. Doch das war ja nur der Anfang vom Ende, denn endlich ist auch das neue Album “Saalschutz Nichtsnutz” erschienen!
Das Intro lässt schon vermuten, dass die Band hier etwas ganz besonderes veröffentlicht. Am Anfang des Albums kündigt nämlich niemand geringerer als DJ Bobo an, dass man im Folgenden das “magische Album von Saalschutz” hört. Weit daneben liegt er mit dieser Aussage tatsächlich nicht. Nach der ohrwurmlastigen Single “Und alle so yeah!” kommt auch schon der nächste Song mit Hit-Potential. “Die von Freddy Mercury” ist ein spaßiges Electropunkstück, in welchem sogar zwei popkulturelle Anspielungen zu finden sind. Tanzbar ist das Ganze natürlich auch.
Bei zwei Liedern haben sich Saalschutz Gastmusiker ins Boot geholt. So trällern die beiden Schweizer zusammen mit Torsun von Egotronic eine Hymne gegen alle volkstreuen Nationalisten. “Während du feierst stirbt dein Volk” heißt das Stück und auch hier steht der Spaß an der Musik im Vordergrund. Ein freundlicher Beat trifft auf lustige, aber aussagekräftige Texte. Für “Für eine Sekunde unendlich” wurde Elektra Polytone eingeladen um auf einem dumpfen Beat über Tanzexzesse zu singen.
Textlich bewegt sich das Album nahezu durchgehend auf einem witzigen, aber dennoch eloquentem Level. In “Saalschutz muss tun, was Saalschutz tun muss”, meinem persönlichen Lieblingslied auf dem Album, wird eben dieser Spruch ausgeschlachtet und in “Hey, Mr. Lehrer” erklären Saalschutz allen Lehrern und Lehrerinnen, dass sie eine herzensgute Band sind. Wer sich das Album bis dahin angehört hat, der wird dies nur bestätigen können. Sogar beim zweiten und dritten (…und auch beim zehnten) Hören wird die Platte einfach nicht langweilig, sondern bringt immer mehr Spaß. Unbedingt anhören!
Und wenn das Hören nicht reicht, kann man Saalschutz im März natürlich auch sehen! Am 29. März spielen die beiden Zürcher im Hafenklang. Tickets dafür gibt’s natürlich bei der Theaterkasse Schumacher. Hin da!
