Fröhliche Ostern? Sind sicher. Am Sonntag nämlich spielen The Prosecution als Support von Reel Big Fish im Knust und das wird ziemlich gut. Und fröhlich. Weil The Prosecution eben ziemlich guten Ska-Punk spielen.
Am 24. Mai dann kommt via Long Beach Records Europe auch ihr neues Album “At The Edge Of The End“, bei dem Dicky Barrett von The Mighty Mighty Bosstones den Song “Learning Life” miteingesungen hat. Und dann ist da ja auch noch die so sympathische Sache mit dem Support für ProAsyl und Skate-Aid. Mensch, Simon, Du, Sänger, erzähl doch mal.
Da wir acht Musiker in der Band sind, gibt es natürlich viele unterschiedliche Meinungen, aber letztendlich gibt es immer wieder Themen die uns im Kollektiv richtig ankotzen. Durch Diskussionen entstand dann auch der gemeinsame Nenner und der Vorschlag was für ProAsyl zu machen. Auf dem Pfingst Open Air in Straubing 2012 sammelten wir dann schließlich so viele Pfanddosen, dass wir 2000 Euro an die Menschenrechtsorganisation spenden konnten.
Skate-Aid trifft unseren Nerv, weil wir selbst sehr viel Skateboard gefahren sind und einfach wissen, welche Power in dieser Sportart steckt. Genau diese Power nutzt Skate-Aid um vielen Kids eine Hilfestellung, Ablenkung wenn nicht sogar einen Ausweg aus einem Alltag voller Gewalt, Planlosigkeit und Kriminalität aufzuzeigen. Da kommen wir gar nicht drum rum das zu unterstützen.Musik und Aktivismus verbinden ist was tolles und macht uns Spaß. Deshalb: Klar machen wir solche Aktionen wieder und wieder. Im Mai fahren wir zum Beispiel zum Konzert der Toten Hosen nach Passau und helfen dort am Infostand von ProAsyl mit. Auch ein Benefiz-Konzert für ein Flüchtlingsheim in München ist geplant. Auf den Konzerten haben wir immer Spendenkassen für Pro Asyl und Skate-Aid dabei, und rufen auch auf der Bühne dazu auf, zu spenden.
Dann erzähl doch mal bitte was über “At The Edge Of The End” – was gibts, was ist besonders, wer war mit dabei, wie kam es zu der Nummer mit Dicky Barrett von The Mighty Mighty Bosstones und wer muss sich das Ding unbedingt besorgen? Und wer vielleicht besser nicht?
Die Mighty Mighty Bosstones sind ja so etwas wie die Väter unseres Genres. Da war uns der Wunsch was mit Dicky zu machen sozusagen schon in die Wiege gelegt. Auch wenn wir nie damit gerechnet hätten, dass es klappt, haben wir es einfach mal angefragt. Nach ein paar Wochen und einigen E-Mails hatten wir dann die Spuren im Postfach. Als wir die Zusage von Dicky bekommen haben, haben wir natürlich erstmal ein Fest gefeiert. Das ist schon ein mächtiger Schulterklopfer für uns.
Als Freunde, Kids mit E-Gitarre und Schlagzeug kennen wir uns schon seit Ewigkeiten. Der Bandname entstand vor über einer Dekade im zarten Alter von 12 Jahren. Aufgrund der damals mangelhaften Englischkenntnisse, verdanken wir unseren Bandnamen einem Wörterbuch und einem ausgeklügeltem Zufallssystem.
So sind wir in unserem kleinen Heimat-Städtchen in der Nähe von Regensburg an und mit der Musik gewachsen. Aus Punkrock wurde Ska-Punk. Und seit ein paar Jahren ist das ganze jetzt mehr als nur ein Hobby. Es hat sich alles stetig gesteigert. Mittlerweile haben wir so gut wie jedes Wochenende Konzerte und können uns zu den live-aktivsten Ska-Punkern in Deutschland zählen.
Erzähl uns Hamburgern bitte mal deine Erfahrungen mit uns, wie war es bei uns und was haste so gemacht hier?
Erzähl doch mal, was du dir von einer Tour mit Reel Big Fish erwartest, worauf du dich freust und worauf wir uns freuen können. Wenn wir unterwegs sind, kann ich immer den öden Alltagstrott zu Hause lassen. Das ist wohl eins der schönsten Dinge am Touren. Und klar, die Tour mit Reel Big Fish ist eindeutig eine gute Chance unsere Musik einer größeren Masse zu präsentieren. Ich freu mich, mit den Jungs eine Bühne zu teilen die so großartige Nummern wie “Don´t Start A Band” geschrieben haben. Unser Drummer ist mit diesem Spruch auf dem Shirt oft in die Bandprobe gekommen. Gut, dass wir das nicht ernst genommen haben, haha!
Außerdem hoffe ich, dass ich mir nicht wieder die Schulter ausrenke, wie bei meinem ersten Konzert von Reel Big Fish. Ihr könnt euch ganz klar auf einen Abend mit großer Ska-Sause, Tanz und sehr, sehr viel Spaß freuen.
Interview: Mathias Frank
