Dass das mal klar ist. Die Phantasie hat gewonnen. Und der Feuilleton wohl auch. Denn was Max Prosa auf “Rangoon” abliefert, bohrt handelsübliche Befindlichkeiten auf, tänzelt leichtfertig auch mal um das Genre “Chanson” herum, pflückt sich verlorene Erinnerungen vom Himmel und taucht textlich schon mal von der gesunden Welt hinunter in die Plastikmüllhalden der Ozeane.
Dreh und Angelpunkt der zwölf Lieder ist mittendrin das ausgiebig zelebrierte “Chaossohn”, das zwischendrin auch mal lautere Töne anschlägt. Extrapunkte für das gelungene und einzige ofizielle Leonard Cohen-“Hallelujah”-Cover, sowie das irgendwie schrullig-altschulige “Café Noir”. 18. Mai | Uebel & Gefährlich. (kel)
