Es bahnt sich Großes an auf der Trabrennbahn in Bahrenfeld. Seit drei Jahren veranstaltet FKP Scorpio, Hansdampf in allen Festival- und Konzertgassen, den Hamburger Kultursommer. Eben jener ist kein Festival im klassischen Wochenende-mit-Zelten-Format, sondern eine bunte Reihe toller Einzelveranstaltungen. Fünf sind es an der Zahl. Das Crashfest hat ja hier schon freudige Erwähnung gefunden, doch auch die anderen Konzerte haben es in sich. Neublutigen Hip-Pop gibt es mit Everybody’s Darling Cro und zu Die Toten Hosen muss man sowieso nichts mehr sagen, beide Veranstaltungen sind standesgemäß schon ausverkauft.

Bleiben noch das Holi Colours of Life und die eigentlichen Sensation dieses Sommers, nämlich den Beats auf der Bahn. Was es mit diesen beiden auf sich hat, haben wir Stephan Thanscheidt gefragt. Er leitet bei FKP Scorpio das nationale und internationale Festivalbooking (z.B. Hurricane usw.) sowie die örtliche Abteilung in Hamburg, welche alle Konzerte vom Molotow bis zur o2 World veranstaltet und den Hamburger Kultursommer beinhaltet.

FKP Scorpio Stephan ThanscheidtDer Hamburger Kultursommer ist ja kein “klassisches” Festival à la Hurricane oder Rock am Ring, sondern eine Open-Air Konzertreihe. Habt ihr da eine Art Konzept im Kopf, welche Art von Veranstaltungen ihr bucht?

Wir wollen auf der Trabrennbahn in Bahrenfeld eine Spielfläche bieten, die genreübergreifend nutzbar ist und innerstädtisch auf hohem Niveau Möglichkeiten bietet Open-Air-Projekte aller Art umzusetzen. Das können “normale” Konzerte diverser Künstler, aber ebenso eigene Festivals wie z.B. Beats auf der Bahn sein.

Ausgehend von der letzten Frage: Was könnte das diesjährige Motto sein? Es ist ja im wahrsten Sinne ein buntes Programm.

Naja, dies verkörpert genau das, was es letztendlich darstellen soll. Ein Forum für gute Ideen, ohne sich von der Art der Veranstaltung festlegen zu müssen, aber mit der ständigen Option 5.000 bis 15.000 Fans pro Tag etwas tolles zu bieten. Das Programm soll und muss bunt und für verschiedenste Zielgruppen attraktiv sein, weswegen wir nun beispielsweise mit dem Punk/Hardcore-lastigen Hamburg Crash Fest eine weitere musikalische Richtung einschlagen.

Für mich war eine mittelschwere Sensation, dass die Fünf Sterne Deluxe beim Beats auf der Bahn ihr Comeback haben werden. Wie kam es dazu?

Die Idee gab es in unseren Köpfen schon länger und es war auch nicht einfach das gesamte Programm unter einen Hut zu kriegen, aber letztendlich haben wir für alles eine Lösung gefunden und freuen uns wahnsinnig. Gerade in Hamburg-City ist dieser Festivaltag ein absolutes Highlight des Sommers 2013.

Holi ist ja das indische Frühlingsfest, dass vor allem durch das gegenseitige Bewerfen und Bemalen mit Farbe bekannt ist. Wie kamt ihr auf die Idee ausgerechnet soetwas im Rahmen den Kultursommers zu veranstalten?

Wir sind vor ca. eineinhalb Jahren auf die Holi Feste in den USA aufmerksam geworden und haben seit dem an einer eigenen Variante gearbeitet. Das weitere Holi Festivals um uns herum, wie die Pilze aus dem Boden schossen und zu einem echten Hype geworden sind, konnte man damals noch nicht erahnen. Wir versuchen dem Ganzen eine eigene Note zu geben und den Besuchern einen echten Mehrwert zu bieten.

Wie geht man das Booking für so ein Event an? Stichwort: Panjabi MC

Beim Booking für die modernen Holi Festivals besteht die Hauptaufgabe darin, die richtige Mischung aus traditionellen Klängen und angesagter elektronischer Musik zu finden. Panjabi MC war zunächste eine Schnapsidee, die dann aber zu sehr guter Resonanz geführt hat. Ich habe ihn einfach über Facebook angeschrieben und für unsere Idee gewinnen können…

Danke Stephan!

Die Theaterkasse unseres Vertrauens hat noch Restkarten für das Crashfest (Bad Religion, NOFX, Slime, Mad Caddies, Montreal) und den Beats auf der Bahn (Deichkind, Beginner, Fünf Sterne deluxe, Nate57 & Telly Tellz und Ahzumjot). (gs)

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