Wenn eine Band vor dem erwartungsfroh hibbelnden Mumford-Publikum in der bumsvollen Alsterdorfer Sporthalle abgefeiert wird, als käme da vor lauter Bühnenpräsenz gar kein Headliner mehr, ist aller Augen reiben wert. Mit dem zweiten aber bekanntlich sieht ja auch der gemeine Konzertbesucher besser.
Auch wenn es streng genommen ja schon der dritte Hamburger Auftritt der aus Montreal stammenden Half Moon Run sein wird (Mojo-Club | 6. Oktober). Tänzeln, schweben, in sich Ruhe finden, perkussive Harmonien in den leuchtenden Tag pumpen und der Dämmerung hinterherlaufen. Fleet Foxes-Jünger bauen neue Tempel und auch wir hartgesottenen Nörgler ergeben uns der bedingungslosen Schönheit von “Dark Eyes”, die lange nicht nur Finger wärmt. Ein kleiner Schritt für die vier Kanadier. Ein, nun ja, großer für die Menschlichkeit. (kel)
