Was passiert eigentlich, wenn alles nur ein Fehlalarm wäre und “Flames of Fame” lediglich eine Randnotiz in der, an Flammen reichen, The Boss Hoss-Geschichte. Richtig: Die Welt dreht sich weiter und brennt ja selbst an allen Ecken und Enden. Mit “Bullpower” und tha funky unit “Do it” startet das morgen erscheinende Album ja auch durchaus in gut geölten Brandnestern. Ein bisschen viel Routineeinsatz und vorschriftsmäßiger Dienst prägen dann aber gelegentlich die Folge.
Oder bleibt lediglich der zuletzt oft kritisierte latente Hang zur stilistischen höchstprozentigen Schnapsbrennerei zugunsten spritzender, maskuliner Adrenalinstöße auf “Flames of Fame” aus? Obwohl: So ein bisschen wie nach den Bee Gees (“Yes or No”) klangen die Cowboys auch noch nicht. Und sich mit Gott messen, würde sicherlich auch Herrn Tebartz-van Elst gefallen. Live sind The Boss Hoss ohne jede Frage auch am 30. Oktober in der Sporthalle wieder zweifelsfreie Helden. Und jetzt alle: “Buuuuuuuuuuuuuuuuuuullllllpower!” (kel)
