Absoluter Wahnsinn. Da kommt im Frühjahr die Ankündigung, dass Bastille am 18. November im Hamburger Docks spielen werden und noch während man sich fragt, ob die Venue für die Newcomer nicht zu groß sei, heißt es “ausverkauft”. Da haben wir nicht schlecht gestaunt. Wie sich herausstellte, warteten neben uns wohl noch mehr Hamburger darauf, dass uns die Jungs endlich mal im Norden besuchen.
Wir wurden bereits vor über einem Jahr angefixt. Im Mai 2012 sahen wir sie in einem winzigen Pub in London im Rahmen des Camden Crawl Festivals, noch ohne Album im Gepäck aber bereits mit der Gabe, uns und alle anderen Anwesenden in den Bann zu ziehen und restlos zu begeistern. Was da live geschah, übertraf alle Erwartungen. So viel Frische und Energie hatten wir schon lange nicht mehr erlebt. Bereist damals stand fest, diese Band würden wir definitiv im Auge und im Ohr behalten.
Im März 2012 erschien dann endlich das Debüt “Bad Blood”. Mit Perlen wie “Pompeii”, “Things We Lost In The Fire”, “Laura Palmer” und “Flaws” wirkt es beinahe wie ein Greatest Hits Album. Es werden – mit der Unterstützung von Streichern – epische Klangwelten aufgebaut und eindringliche Geschichten erzählt. Jeder Song hat etwas Spezielles, einen etwas anderen Style und fügt sich doch so perfekt in das Gesamtwerk. Man könnte jetzt philosophieren über die Zusammenhänge der Musik und dem Fable von Frontman Dan Smith für die Filmwelt, aber halten wir es doch simpel. Es ist einfach großartige Popmusik!
Bastille, 2010 gegründet, ist eigentlich ein Soloprojekt von Singer-Songwriter Dan Smith, wurde durch Zugabe von Freunden jedoch schnell zu einer Band. Das englische Quartett gehört definitiv zu den aufregendsten neuen Bands.
Ebenso aufregend ist die Tatsache, dass wir die Möglichkeit haben, noch 2 Leser plus Begleitung in das restlos ausverkaufte Konzert zu bringen. Dazu die Tage mehr. Wahnsinn, absoluter Wahnsinn! (cR)
