Schaut man sich Pressetexte zur Band Exit Calm an, vermisst man zunächst eine Referenz: Zwar finden sich Namen, wie The Verve oder Elbow wieder, doch die eigentlich nächst gelegene Referenz wird seltsamerweise vermieden, denn wenn man die Musik von Exit Calm hört, kommen einem musikalisch, wie auch stimmlich, unbedingt und immer wieder U2 in den Sinn. Und lässt man mal die manchmal unangenehmen Begleiterscheinungen beiseite, kann man sich doch eigentlich ganz gelassen auf diese Band beziehen, wenn man so gut ist, wie es Exit Calm sind.
Die Band hat im September ihr zweites Album veröffentlicht und vereint darauf nur das Gute der oben genannten Bands: Sie schreiben ebenso große Melodien, haben schöne Gitarrenriffs und auch eine Prise Pathos im Angebot, sind dabei aber ein kleines bisschen weniger auf Radio-Pop aus. Hier geht es um Langlebigkeit und nicht um die schnelle Nummer und so ist “The Future Isn’t What It Used To Be” auch erst das zweite Album in sieben Jahren. Man könnte sagen, Exit Calm sind die Band, die es dem Hörer mit gutem Gewissen ermöglicht, sich für epischen Gitarren-Rock mit Pop-Appeal zu begeistern, ohne sich vom schnippischen Hipster-Nachbarn für das manchmal unangenehme Gebären eines Blitzlichtgeilen Leadsängers veralbern zu lassen.
Exit Calm beehren unsere Stadt am 18. Dezember und werden im Grünen Jäger aufspielen. Concert-News präsentiert diesen Abend mit Inbrunst und der Überzeugung, dass wir es hier mit einer herausragend guten Band zu tun haben. (nsc)
