Die Frickel-Punks frickeln nicht mehr. Uff. Ziemlich fantastisch ist das neue A Wilhelm Scream-Album aber natürlich trotzdem geworden. Vielleicht sogar genau deshalb noch fantastischer. Denn dass die Jungs hier nicht auf einfach machen ist ja klar. Dass sie hier immer noch cleverer als die anderen sind, verspielter und spannender – das hätte man sich ja denken können. Das wussten wir und das wollen wir.
Sechs Jahre sind seit dem letzten Studio-Album vergangen, seitdem gab es zwar eine EP und Konzerte, doch so wirklich wieder da? Sind diese gigantisch guten Punkrockspieler erst jetzt wieder. Auf No Idea, als “Partycrasher”.
Und was ist das für ein Ding geworden, was reißt das mit, was muss man es lieben und immer wieder und wieder und wieder hören. In 35 Minuten zocken die Jungs hier elf melodische Hardcore-Punk-Hymnen runter. Und jede für sich ist unfassbar energisch, leidenschaftlich und mit dermaßen viel Kraft und Kunst ausgestattet. Bitte mal “Born A Wise Man” und “Number One” und “Devil Don’t Know” hören. Und staunen.
Es ist tatsächlich kein langweiliger Moment auf diesem Album zu finden. Dafür viele, viele kleine Ideen, tolle versteckte Melodien, famose Mehrstimmigkeiten und ein konstant hohes Tempo. SO geht also Punkrock mit Verstand. Mehr als ein Album der Woche … (mf)

