“Theatralisch, außergewöhnlich, avantgardistisch”, brüllt mir die Betreffzeile in der elektronischen Tagespost entgegen und nimmt nur knapp neben dem Spameingang Platz. Und tatsächlich vergehen nur wenige Minuten, bis Dorian Wood auf “Rattle Rattle” ein wenig an das The Wall-Finale mit dem aufgedunsenen Richter erinnert. Doch der Mann hat dann schon noch ein wenig mehr zu bieten, als windschiefe Vergleiche es hergeben könnten.

Von Kammerpop ist die Rede, von einem “exzentrischen Koloss”, Klaviatur- und Höllenritten, von fünf Dutzend (am Album) mitwirkenden Musikern, von der Schnittmenge aus Performance und Konzert. Ganz bestimmt aber ist ebenso die Rede von einer der wenigen denkbaren Bühnen unserer Stadt, die hier einen entsprechend angemessenen Abend zu kreieren vermögen. Auch Woodkid-Freunden wird das gefallen. 8. Februar | Kampnagel (kel)

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