July-Talk---Pressebilder-2014_01Man kann den Machern vom Reeperbahn Festival nicht dankbar genug sein, für all die Perlen, die sie Jahr für Jahr nach Hamburg holen. Im vergangenen Jahr waren eine dieser ganz besonders hell funkelnden Perlen auf jeden fall July Talk und jeder Besucher von einem ihrer drei Auftritte während des Festivals, dürfte das bestätigen können.

Dabei geht es keinestenfalls nur um die Songs des selbstbetitelten Debütalbums, das zuhause in Kanada gerade den Juno Award für das beste Alternative-Album des Jahres kassierte, sondern auch um die Bühnenpräsenz dieser außergewöhnlichen Band. Während Gitarre, Bass & Schlagzeug im Hintergrund für den sehr kompakten und druckvollen Alternative-Bluesrock-Sound sorgen, sind es vor allem Sänger und Gitarrist Peter Dreimanis und Sängerin Leah Fay, die dafür sorgen, dass man Augen & Ohren nicht mehr von der Bühne bekommt.

Da ist zunächst Peter, dessen Stimme man nicht annähernd erahnen kann, bevor er den Mund aufmacht. Und wenn er es tut, erklingt der junge Tom Waits. Zwischendurch sorgt Sängerin Leah Fay für Abwechslung – und das gilt bei weitem nicht nur für ihre Gesangsparts, sondern insbesondere für das, was sie tut, wenn sie nichts zu tun hat. Bei den Hamburger Gastspielen waren dies, das Publikum mit Mexikaner abzufüllen, und ihrem Sangeskollegen immer wieder das Leben zu erschweren: Mund zuhalten, Mikrofon elegant wegtreten und andere Spirenzien, die zum Beinahe-Chaos führen. Ein großer Spaß! Bei dieser Band passen Songs, Performance, Optik und Spaß so toll zusammen, dass man überhaupt nicht umhin kommt, als sie jedem sofort ans Herz zu legen, bevor sie zu groß für die kleineren Clubs sind.

Bei ucn_praesentiert21ns spielen July Talk am 10. April im Molotow und concert-news präsentiert den Abend. Tickets bekomt ihr bei der Theaterkasse Schumacher. (nsc)

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