Mitten in den ersten Satz dieser Ankündigung platzen: Schmerzende Brüste. Im Fernsehen. Ein bisschen zu laut. Ein bisschen zu plötzlich. Ein bisschen zu „spannend und berührungsempfindlich“.

Sophie_Hunger_2_c_Marikel_LahanaUnd dennoch: Lässt sich Sophie Hungers Musik eigentlich besser umschreiben? Ich merke mir diese Befindlichkeit und spaziere durch die Jahre der Schweizerin. Erinnere mich an Zug- und Autobahnfahrten, an „The Danger of Light“ aus 2013 mit dem viel zu wundervoll vor sich hin süßbitternden „Das Neue“. Auch Resilienz muss zwangsläufig eine dieser Koordinaten sein, die immer wieder durch die Sinne springen.

In der Zwischenzeit ist „Supermoon“ erschienen und wagt einmal mehr nicht zu enttäuschen, selbst wenn die Album-Länge manchmal etwas zerrissen wirkt. Vielleicht ja auch gerade deswegen. Weil Krach, Kohärenz und, natürlich, Kunst mal wieder nicht ohne einander auskommen. Auf Sophie Hungers sozialem Medium entspinnen sich derweil (nicht nur) am Beispiel Helmut Schmidt sogar vergleichsweise reflektierte Diskussionsstränge. Hat man ja auch nicht alle Tage. 13. Dezember | Kampnagel. (kel)

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