ResidentsThe Residents waren … ah, ihr Füchse habt gerade bemerkt, dass dieses Zitat in der Überschrift von Peter Maffay stammt. Dann fangen wir die Geschichte eben anders an. The Residents sind für mich einer der künstlerischen Dosenöffner überhaupt. Wie spannend war denn das für einen jungen Menschen in den Achtzigern, der bis dato von Melodien für Millionen verwöhnt war. Um nicht zu sagen “verseucht”? Meine Faszination gegenüber The Residents gründet sich auf dieses “sowohl als auch”-Fundament. War es doch gerade jener offenkundige Stachel im Fleisch meiner Hörgewohnheiten aus der Komfortzone, der mich aufweckte. Licht und Schatten. Kratzer to the top.

Das anonyme Kollektiv punktete durch die gesprengte Balance in beispielsweise “Kawliga” von 1985. Die überaus spannende Geschichte des Hank Williams-Klassikers und was eigentlich Michael Jacksons Billie Jean damit zu tun hat kann hier nachgelesen werden. Nicht der einzige Moment des experimentellen Kollektivs aus San Francisco, mit dem es seit über 40 Jahren immer wieder eigene & fremde Harmonien bis zur Unkenntlichkeit maskiert. Über sechzig eigene (!) Alben standen jetzt für eine Werk-Trilogie zur Verfügung, die mit “Shadowland” ihr Finale nimmt. Diese Performance verhandelt Geburt, Tod und Wiedergeburt, holt Kostüme aus dem Fundus und die Wahrnehmung in Sippenhaft. 10. Februar | Kampnagel (kel)

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