HindsZu spät. Warpaint brachten andere längst ins Spiel. Und das schon im allerersten Google-Suchergebnis. Somit ist der Einstieg schon annähernd kaputt wie die zwölf Stücke auf “Leave Me Alone” (Album erscheint HEUTE). Liest man sich die Hinds-Songtitel mal von oben nach unten durch, dann braucht es erstens kaum Fantasie, eine schöne Geschichte zu erzählen. Zweitens haben Hinds, das wollen wir schnell auflösen, mit Warpaint selbstredend nichts weiter gemeinsam außer oberflächlicher Äußerlichkeiten. Wer allerdings drittens viel zu viele Jahre nach den unvergesslichen Dover mal wieder eine spanische Mädchen-WG-Indie-Rock-Band mit fünf Buchstaben ins Kreuzworträtsel quetschen möchte, der kann das viertens gerne tun.

Nur endet fünftens auch dieser Querfortsatz in überschaubaren Shit- & Schnittmengen. Denn jedes Mal wenn eines dieser vogelwild am Stamm kratzenden Frühlingslieder gerade mal wieder kein gerechtes Ende findet, senkt sich ein dezentes Fade-Out als rettendes, wohlwollendes Ufer über das Songwriting und den, nun ja, weniger wohlfeilen Gesang der Ex-Deers. Die Geschichte mit der Namensänderung setzen wir derweil als durchdekliniert, weil oft genug erzählt, voraus. Zuletzt hörte man es von instrumentalisiertem Dilettantismus rumoren, irgendwas mit Garagen, Low-Fidelity & „Huch, Hinds klingen ja wie ein Demotape“. Na, und? Mit den Libertines und den Vaccines waren Hinds bereits gemeinsam unterwegs. Zeit für was Eigenes: 16. Januar im Molotow. Party on, Garth. (kel)

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