Blaue BlumeRomantik! Da schleicht sich „Syzygy“ mal fein mit „Candy“ an, hinterlässt gar nicht wenig Zuckerguss und klebt trotzdem kaum annähernd wie so Zeug im Bauchnabel. Überlassen wir jetzt mal eurer Fantasie und wenn die Chefredaktion es will, hat sie gratis einen schönen Teaser für das zugehörige Blaue Blume-Facebook-Posting. Aber zurück zur: Romantik!

Cocteau Twins, Roxy Music, The Smiths, Orange Juice, My Bloody Valentine, Jeff Buckley, Seal, Sigur Ros, Peter Gabriel, Sting, The Smiths, The Style Council, Prefab Sprout, Michael Jackson – die hier aufgezählten Künstler sind nur der Bruchteil einer Liste, die sich innerhalb der Länge eines Blaue Blume-Liedes via assoziativer (und realer) Suchmaschine finden lässt. „Wie ein Stroboskop in Zeitlupe“ schiebt das Label noch hintendrauf. Wer kann es besser beschreiben? Und so weh es tut, irgendwann nach über sieben Minuten muss sogar das irrwitzig entfleuchte „Epoch“ vom Fade-Out eingefangen werden.

Unwahrscheinlich also, dass ihr Album „Syzygy“ (erschien Ende Januar auf Brillante Records) nicht eine gewisse Massentauglichkeit als Tragfähigkeit für den ausnahmslosen Traumpop mitbringt. Mich umschmeichelt sogar hier & dort ein bisschen von dem Zauber, der mal Coldplay umgab, als sie wirklich schöne Musik schrieben. Ach so, Romantik! Blaue Blume, dieses hübsche Symbol für das Ewige, die Liebe, die Nachhaltigkeit metaphysischer Fortpflanzung. Wo ein Sven Regener die Hände zur „Romantik!“ in die Lüfte hebt, mit allen Beinen aber am Boden verhaftet bleibt, nimmt der Dänemark-Import Blaue Blume gerne mal den ganzen Körper mit auf Wanderschaft. Will man live erleben, alleine um zu erleben, wie (und ob) alle am Ende wieder runterkommen. 12. März im Häkken. (kel)

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