Du lieber Himmel, ist das schon lange her, dass Konstantin Gropper aka Get Well Soon erstmalig meine traurige Butze betrat. 2008 war aber plötzlich mit “Rest Now, Weary Head! You Will Get Well Soon” alles irgendwie leichter mit der Erdanziehung. Für Augenblicke. Und so klug dabei. Jahre gingen ins Land, Album Nummer vier suhlt sich nun in der Liebe, hört auf den Namen „LOVE“ und hält erst gar nicht mit diversem Zucker-Schmackes hinterm Berg der Sorglosigkeit.

Nun ist es eine mehr oder weniger schlaue Angewohnheit, sich mit so Referenzen, Zitaten und Assoziationen aufzuhalten. Auf „LOVE“ ist das noch ein bisschen mehr blöd, weil vor lauter Querverweisen aus der Popgeschichte dringend zu vermeiden ist, den Kern des Get Well Soon-Anliegens zu übertünchen. „Love“ sei „ein Album voll mit Zuckerwatte, Lebkuchenherzen und stark geschminkten Figuren“, sagt der Verkäufer dieses schönen Werkes und bestätigt Kleister, Pinsel, Farbe samt Buhlerei um Herzen.

cn_praesentiert21Wenn Gropper nicht selbst auf Höchsttemperatur mit der Thematik kann gerade, dann gibt er den Liebesspieler zumindest sackstark. Wie einer, dessen schwarz tapezierte Kammer sich dem Frühling öffnet, der auch Get Well Croon als schlechten Kalauer akzeptiert und Instrumente noch immer als Multiplikation von Multivitaminen begreift. Saftig ist das, süß und s(chl)auer. Und so schön. concert-news präsentiert: Get Well Soon | 4. März | Gruenspan (kel)

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