fufanu2016So wie der Sog der blauen Tiefe, wenn man den letzten Schritt auf dem Zehnmeterturm endlich getan hat. So wie der Moment, wenn das Flugzeug die Geschwindigkeit erreicht, bei der es abheben kann. Oder eben: So wie eine Liebe, der man gnadenlos verfällt. So oder zumindest so ähnlich kann das Debutalbum “Few More Days To Go” von 2015 von Fufanu in den Bann ziehen. Dass die Isländer vormals als Elektro-Duo Captain Fufanu unterwegs waren, tut nichts zur Sache. Auch wenn sich im düsteren Sound immer wieder Passagen finden, bei denen ‘der Club’ geneigten Ohren als Ort sofort da ist. Damit ist selbstverständlich nicht die Hochglanz-Tanzfläche gemeint, sondern wilder, subversiver Boden.

In nun fünfköpfiger Besetzung und ohne Kapitän erinnern Fufanu zum Beispiel an Interpol, sind aber mehr Anarchie, weil sie sich auch trauen zu lärmen, statt Schönheit nur in konsonanten Klängen zu suchen. Sehr Spannendes also, was da zu Gehör gebracht wird. Live kann bereits mit namhaften Referenzen wie einem Roskilde-Auftritt und Support von Damon Albarn wie auch Blur aufgewartet werden.

In Kürze darf auch Hamburg den Jungs von der Airwaves-Insel verfallen. Fufanu spielen am 14. März im Molotow. Unbedingt hin da! (jb)

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