SophiajpgEs war mal wieder eng. Küren wir Raf Camora oder machen doch Sophia das Rennen? Düster-Rap oder Dunkel-Pop? Beides passt, aber passt auch nur so halb in den Frühling und am Ende entschied der Bauch. Ohne Begründung. Einfach so. Sophia. Mit ihrem ersten Album seit sieben Jahren.

“As We Make Our Way (Unknown Harbours)” ist einfach wunderschön. Von Anfang bis Ende und am Ende gar nicht so dunkel. wie man befürchten musste. Hoffnung steckt dring, eine gewisse Entspannheit und eine gewisse Lässigkeit. Trennung, ja, einsam, ja, traurig, ja. Aber das Leben geht weiter. Und Melancholie kann ja auch etwas Gutes sein.

Ich musste über die letzten Jahre entdecken, dass ich einfach nur dann wirklich gute Songs schreibe, wenn ich mich über das Dunkle und Melancholische einem Thema nähere. Die Leichtigkeit, wertvolle Musik zu komponieren, wenn es mir rundum gut geht und mich nichts bedrückt – sie scheint mir einfach nicht zu liegen. Denn es steckt dann in meiner Komposition einfach nicht genügend Existenzielles. Und existenziell sollte es sein, was ich veröffentliche“, sagt Robin Proper-Sheppard. Der Kopf von Sophia. Und im Grunde Sophia, der dieses Album mit lediglich Schlagzeuger Jeff Townsin eingespielt hat.

Neun Songs und ein Intro sind drauf. Und die sind ganz schön bunt. Sicher gibt es Songs wie das doppelt-bedächtige “Don’t Ask” oder auch das sehr bedächtige “Baby, Hold On” und “The Drifter”:

Aber es gibt auch das dezent schroffe “Resisting” zum Beispiel, das lockere “California” mit so einem ganz dezenten Nada Surf-Charme oder das fast schon ausufernd pompöse “Blame”, das am Ende natürlich weder ausufernd noch pompös ist. Es gibt das lässige-groovige “St. Tropez” und das fein poppige “You Say It’s Alright”. Verdammt, es gibt eine Menge toller Sachen und die funktionieren auch im Frühling. Und sicher auch live, am 25. April spielen Sophia im Nochtspeicher. (mf)

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