Unser Album der Woche ist dieses Mal vielmehr eine EP der Woche – nämlich das Debüt von Fil Bo Riva.

fil-bo-riva_presse16Den AnnenMayKantereit-Vergleich wird der so schüchtern wirkende Wahlberliner mit italienischen Wurzeln vermutlich nicht so schnell los,  aber das macht gar nichts – schließlich hat er die Band sogar schon als Support Act unterstützt. Nach den beiden Singles “Like Eye Did” und “Killer Queen” (mehr dazu könnt ihr HIER lesen) bringt uns die EP “If You’re Right, It’s Alright” drei weitere Songs, die von der markanten Stimme des Sängers leben. Folk, Soul und einen Hauch Rock’n’Roll vereint  Fil Bo Riva in ausgereiften Singer-Songwriter-Stücken. “Franzis” kommt dabei eher locker-leicht daher und lädt dazu ein, sich selig-lächelnd im Takt zu wiegen. Etwas ernster präsentiert sich”Greeningless”, das sich mit langezogenen, repetitiven Vocals anklagend hochschraubt und wieder in sich zusammenfällt. Der letzte Track “The Falling” hat nichts mit dem gleichnamigen Kracher von Franz Ferdinand zu tun, sondern ist eine pianolastige Ballade, in der Fil Bo Riva seine Emotionen freien Lauf lässt. Trotz allem bleibt die Vorabsingle “Killer Queen” das stärkste Stück auf der Platte.

Eines vereint alle Songs der EP: Sie strotzen nur so vor Energie und Leidenschaft. Wer Singer-Songwriter manchmal etwas zu schnarchnasig findet, sollte hier definitiv mal reinschnuppern. Wie sich das ganze live anhört, kann man dieses Wochenende im Rahmen des Reeperbahn Festivals erfahren. Wer den Auftritt  vorgestern im Mojo verpasst hat, bekommt noch zwei Chancen: Samstag um 15:30 Uhr im Backyard des Molotow und später, um 00:10 Uhr, in der St. Pauli-Kirche. (mu)

Share.

Leave A Reply

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.