kevin-devineOh wie ist das schön. Sagt man viel zu oft, stimmt. Hier muss man es aber sagen. Kevin Devine hat ein neues Album gemacht. Und oh wie ist das schön. “Instigator” heißt das gute Stück, das seine Heimat auf dem großartigen Label Big Scary Monsters (La Dispute, Beach Slang, Modern Baseball) hat. Und da passt es auch hin. Denn “Instigator” ist kein Album eines Mannes, der alleine leidet und träumt und dazu seine Gitarre zuppft. “Instigator” ist ein Indierock-Album mit Charme und ganz vielen besonderen, ja fast schon einzigartigen Momenten.

Der Opener “No Why” zum Beispiel ist ein schroff-lieber 90er-Jahre-Track, der wie eine sanfte Version von Dinosaur Jr. klingt, auch der anschließende Titeltrack und “Magic Magnet” wecken Erinnerungen an frühe Zeiten, an Pavement, Weezer und Co, die Gitarren schroten zu eingängigen Pop-Melodien, es klingt wie live aus der Garage, ohne übertrieben schief zu sein. Authentisch, schräg, ganz schön wunderschön.

Kevin Devine aber kann auch anders, “Freddie Gray Blues” ist eine zurückhaltende, sehr reduzierte Ballade, “No One Says You Have To” klingt wie eine Mischung aus Simon & Garfunkel und Bob Dylan und auch “Guard Your Gates” spielt mit der Ruhe, ohne wirklich zu ruhig sein. Das Highlight aber ist sicher (und leider) das bedrückend-beeindruckende “No History“, ein Song über seine Erinnerungen rund um den 11. September.

Am Ende haben es elf Songs auf “Instigator” geschafft, keiner davon ist wirklich schlecht, jeder ist ganz schön schön – und hoffentlich ganz schön viele davon gibt’s davon auch bald live. Kevin Devine spielt mit seiner Goddamn Band am 17. Januar im Nochtspeicher. Wir präsentieren. (mf)

“Instigator” von Kevin Devine bekommt ihr bei Finest Vinyl.

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