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Album der Woche: Feine Sahne Fischfilet

Wie kann man diese Band nicht lieben? Wie kann man sie nicht abfeiern, hemmungslos abfeiern, mit ihnen abfeiern? Oh Mann, die sind so gut, so unfassbar gut und längst mehr als diese wilden Jungs aus Mecklenburg-Vorpommern mit dem verrückten Sänger. Sie sind groß, wichtig, besonders und wer Kettcar feiert, weil die so eine politische Platte gemacht haben, der MUSS auch Feine Sahne Fischfilet feiern, der muss “Sturm & Dreck” feiern. Das ist Fakt.

Mit zwei Promille durch die Nachbarschaft. Wir scheißen vor eure Burschenschaft.” Digga, das ist Poesie, das ist Kunst. Ich mache, was ich will, Assi, Alter. Punkrock, Rebellion, ich bin dagegen. Nazis raus, auf den Punkt, Mittelfinger hoch. Die Definition von Punk in zwei Sätzen.

“Sturm & Dreck” ist das fünfte Album von Feine Sahne Fischfilet produziert von Tobias Kuhn (Udo Lindenberg, Die Toten Hosen, Thees Uhlmann) und vollgestopft mit Punk und Trompeten, mit persönlichen Geschichten und radikaler, konsequenter Meinung. Gemeinsam. Denn “die persönlichen und politischen Themen kann man kaum trennen, sie kommen aus uns selbst und aus unserem Umfeld“, sagt Monchi, Sänger der Band. Und singt in “Alles auf Rausch“: “Ich kann immer noch nicht sing´, Und spiel´ jetzt bei Rock am Ring. Wenn wir seh´n, dass ihr kotzt, Geht es uns gut. Ihr wünscht uns die Pest herbei, zieht mit Stoppschildern vorbei! Das hier ist unsere Zeit!” Mittelfinger und so.

Ein rundes Dutzend Songs gibt es auf dem Album. Manches kommt ruhiger (“Alles anders”), anderes kurz vor kitschig (“Wo niemals Ebbe ist”), anderes klassisch mitreißend und dabei inhaltlich extra beängstigend (“Angst frisst Seele auf”), keine Nummer ist doof. Nicht mal ein bisschen. Jede ist grandios, wichtig, manche wütend, andere voller Hoffnung und mit einem großen “Fuck You”. Überragend gute Platte. Bitte bei den überragend guten Leuten von Finest Vinyl kaufen. Und dann live gucken: 10. Februar, Inselparkhalle. (mf)