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Hips? There.

Schenkte man Uwe Capelles untrüglichem Gespür für geilen Indierock Glauben und wäre diese Welt ein gerechterer Ort, dann müssten wir Berlin Syndrome in der Astra Stube am 3. Oktober hier gar nicht ankündigen. Denn unter den oben beschriebenen Umständen würden Graeme Salt aus Manchester plus Marcel, Mathias und Marvin aus Magdeburg mindestens mal Millionen machen. Ok, verkaufen wir das „M“ wieder und wenden uns den Tatsachen zu:

2014 schon hinterließ Berlin Syndromess erste EP „All For The Good“ Spurensuchen. Vier Jahre später erscheint nun endlich „Sweet Harm“ mit elf weiteren unterschiedlichen Kapiteln. Es wird vorerst so bleiben, dass die Koordinaten-Hausmeister und Referenz-Fetischisten solche wie The National, Foals, Interpol, Editors und Joy Division auf den Flur rufen. So richtig helle Kerzen brennen für diese eine Albumlänge hier also mitnichten. Das erzeugt eine gewisse sonore Selbstverliebtheit, wenn es anders gerade nicht klappt. Ständig tanzen Nähe und Distanz einen seltsamen Reigen und ob „Sweet Harm“ eine unbedingte Blaupause für fröhlich zusammengeknüpfte Enden bedeutet, sei auch dahingestellt. Und das mit dem gerechteren Ort lassen wir sowieso lieber mal wie es ist. Ohne diese Sehnsucht nach dorthin würden uns ja Platten und Konzerte wie diese hier entgehen. (kel)