Zwei Jahre ist es her, dass Hodja ihr wunderbares Album “Halos” veröffentlichten. “Ein Album voller Soul und Rock N Roll, Gospel, Blues und Sex. Jon Spencer trifft Jack White trifft Barry White. Oder so ähnlich und doch ganz anders.

Jetzt kommt der Nachfolger, jetzt kommt Album Nummer 3, jetzt kommt: “The Flood”. Und klingt noch mal geiler, noch mal verrückter, noch mal … unfassbarer. Gitarrist Tenboi Levinson  sagte mal: “Gute Musik provoziert Emotionen und bringt mich zum Tanzen, Lieben, Relaxen, was auch immer. Oder sie macht mich verrückt.” Uns macht dieses Album verrückt. Mich macht dieses Album verrückt. Von Anfang bis Ende, in jedem Moment, überall, für immer? Ja, Hodja, ich will.

Auch “The Flood” erscheint auf Noisolution aus Berlin, zehn Songs sind drauf und jeder für sich ist: unbeschreiblich. Weil das Trio, beheimatet in Dänemark und den USA, einfach unbeschreiblich eigen zur Sache geht, hemmungslos, mutig, verrückt, schmutzig. Da ficken Monster Magnet mit den Melvins zu Raps und Beats und Soul und Gospel und Garage und Soul und noch viel mehr, die Herren – siehe oben – Spencer und White machen mit, das Ganze ist ein großer Rudelbums in Lederjacke.

Und trotzdem kann man nicht weghören. Sondern tickt aus, feiert, liebt Lieder wie den räudigern Smoke Blow-Punker “The Sour Taste” oder das noisige, etwas an die Beastie Boys erinnernde “Everything Is Everything” wie den anstrengenden, sperrigen, wunderschönen Titeltrack – hier läuft “The Flood” – oder das abgespacte, gerappte, dreckige “Never Kneel” oder das ausufernde “Desperate Souls” oder … wie alle Lieder. Bitte kaufen. Alle. Und dann alle nach Kiel, am 9. September spielen hier Hodja (Hansa 48). Und leider nicht in Hamburg. Warum? (mf)

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