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Great Again

Der eine spielt zum Beispiel bei Schrottgrenze, der andere hilft der Terrorgruppe – doch ein „Das ist die Band von…“ nervte sie schon vor einer halben Dekade. Also sagen wir: Tusq. Einfach Tusq. Wieder da, neues Album am Start, Tour steht, alles gut.

Am 2. November erscheint ihr drittes Album „The Great Acceleration“ und da steckt wohl mehr drin als nur gute Musik. „In der heutigen Welt muss man als Künstler Position beziehen, man muss einfach eine Meinung haben und sie auch deutlich vertreten“, sagt Gitarrist Timo. Und Sänger Uli ergänzt: „Ich tue mich schwer damit, die Welt in solchen Zeiten unpolitisch zu sehen, dabei wächst ja gerade dieser Trend enorm – alles ist Party, alles ist geil, Patriotismus wird wieder gesellschaftsfähig. Anstatt als Indie-Band in wohlklingender Belanglosigkeit zu versinken, muss man etwas machen und sagen. Wir wollen damit nicht zu supergesellschaftskritischen Politpunks mutieren, aber seine Meinung und Haltung muss man unbedingt vertreten.“

Muss man nicht mehr zu sagen, ist genau richtig so, sollten viel mehr Bands so machen. Amen. Und: lauschen. Mit „Different Planet“ gibt’s den ersten, ganz schön großartigen Song, das volle Programm an dem Tag, an dem das Album, übrigens produziert von Gordon Raphael (u.a The Strokes), erscheint. Am 2. November präsentieren wir euch Tusq in der Molotow Skybar. (mf)