Seit 2006 ist das Reeperbahnfestival gewachsen, so gibt es seit letztem Jahr das Festival Village am Heiligengeistfeld, wo nun auch der Umtausch der Tickets in das Festivalbändchen möglich ist, von Mittwoch bis Samstag täglich ab 10 Uhr. Dort wird auch die Ausstellung von Klaus Voormann zu sehen sein, die ein Highlight im Ausstellungsangebot ist. Die Elbphilharmonie wird ebenfalls bespielt, sowie die St. Michaelis Kirche. Genauso voll sind aber die kleineren Läden wie das Molotow mit seinen vier! Spielorten mit Bands aus aller Welt. Der Länderschwerpunkt liegt dieses Mal in Frankreich. Einige von uns haben Tipps für Euch, für heute und morgen, und am Freitag dann nochmal. Wir wünschen Euch Entdeckungsfreude und musikalische Momente des Glücks.

(Bitte erkundigt Euch über die App oder am Infodesk über mögliche Änderungen, alle Angaben hier ohne Gewähr.)

Mittwoch

Blond  (Astra Bühne; 19:00 Uhr und Sommersalon; 22:20 Uhr)
Blond  beehren uns an diesem Tag gleich zweimal mit ihrer glänzenden Präsenz! Zuerst auf der Astra Bühne Zur Geilen Knolle, sind sie dann später im Sommersalon zu finden, wo sie uns mit Pailletten-Pop und „Guter Laune!“ in Tanzstimmung versetzen werden. Skeptisch? War auch ich zuerst! Hingehen, tanzen und überzeugt nach Hause fahren. (rb)

Rikas (Docks; 19:30 Uhr)
Nachdem sie vor zwei Jahren während des Reeperbahn Festivals die Straßen unsicher gemacht haben, ist es dieses Mal ein Club. Genauer gesagt, das Docks! Die Rede ist von den Indie-Surf Pop Barden Rikas. Eröffnet haben sie den Abend für mittlerweile so viele namhafte Künstler, dass ich gar nicht alle nennen mag, aber können sich AnnenMayKantereit, Olli Schulz oder auch Von Wegen Lisbeth so sehr irren?! (rb)

Leto (Grüner Jäger, 20:00 Uhr)
„Eine weitere Band aus Hamburg auf dem Hamburger Label Rookie Records. Postpunk mit Emo- und Indie-Anleihen, halbwegs junge Männer, die gerne Turbostaat, Captain Planet, Muff Potter und Love A hören und die man auf eben diesen Konzerten antrifft” Das sagt ihr Label, das sagt eine Menge. Das sagt nur nicht, wie gut Leto sind. (mf)

Tents (Indra; 21:20 Uhr)
LiebhaberInnen des dark-dreamy-post-Punk sollten sich frühzeitig am Mittwoch Abend in das Indra begeben. Das Trio Tents aus Österreich gibt dort seinen Festivaleinstand. Woher der Sänger diesen hübschen britischen Akzent nimmt (manchmal fast Ian Curtis ähnelnd), erzählt er vielleicht. (tk)

Dena (Prinzenbar, 22:40 Uhr)
Pop? Hip Hop? Dance? Ja. Und live obendrauf unglaublich gut. Dena hat ihren Block verlassen und verzaubert mit ihrem nagelneuen Abend die Prinzenbar. Wenn du da nicht hingehst, kannste dein Ticket fürs ganze Reeperbahn Festival gleich in die Tonne treten. (mf)

Jungle (Docks; 22:50 Uhr)
Das Kollektiv aus UK hat schon auf dem Hurricane das begeisterte Zelt zum Tanzen gebracht und nun steht das zweite Album in den Startlöchern – das schreit nach einem ziemlich vollen Docks und einem sich lohnenden Schlange-stehen!

A Tale of Golden Keys (Prinzenbar; 00:00 Uhr)
Diesen Tipp mag man gar nicht so laut sagen, in Anbetracht der kleinen Prinzenbar. Aber dank fortgeschrittener Stunde und einer zweiten Gelegenheit am Freitag zu ähnlicher Zeit im Moondoo, darf man wohl optimistisch sein und sich auf die Nürnberger und ihren ziemlich tollen Indiepop freuen.

Donnerstag

Rosemary & Garlic (Molotow Club; 14:30 Uhr / St. Pauli Kirche; 19:30 Uhr)
Eine Gewürzmischung mit Piano, Cello, Moog und einer sirenenhafte Stimme. Empfehlenswert ist diese niederländische Band unbedingt in der Kirche am Abend, das wird ganz “göttlich” werden. Wenn Anne van den Hoogen singt: …i let it shine… (tk)

Life and Time (Spielbude; 15:50 Uhr)
Korea musiziert sich langsam aber sicher auf den Radar des Indie-Musik-Hörers. Life and Time zeichnen sich durch ihre treibenden Rhythmen aus, bei denen man unwillkürlich mitwippen muss – ist das eigentlich Pop oder Rock? Wie auch immer, jedenfalls heißt es früh Feierabend machen, um die jungen Koreaner auf der Spielbude sehen zu können. (eh)

Theo Lawrence & The Hearts (N-Joy Reeperbus; 18:15 Uhr; Nochtspeicher; 21:00 Uhr)
Apropos Länderschwerpunkt, hier zeigt der kanadisch-französische Theo Lawrence mit seiner Band, das Blues-Rock sehr wohl heutzutage noch reinhauen kann. Zweimal zu sehen, am Bus wahrscheinlich nicht so intim, wie am Abend im Nochtspeicher. (tk)

Faces on TV (Nochtspeicher; 19:40 Uhr)
Im Programm des Festivals stehen Vergleiche mit Alt-J und Radiohead – ob das stimmt, davon sollte sich jeder selbst einen Eindruck verschaffen. Melancholischer, vielleicht sogar psychedelischer Pop erwartet einen aber ganz sicher, wobei Melancholie hier nicht mit Langeweile gleichzusetzen ist. (eh)

Karies (Molotow / Backyard, 23:25 Uhr)
Zitat Gaesteliste.de: “Störrisch, stoischer PostPunk und düstere Wave der 80er Jahre.”  Ergänzung concert-news.de: Grandios gemacht, ausgedacht, eingespielt – live gespielt. Mit Zeit für Zärtlichkeit … (mf)

Share.

Comments are closed.