Gäbe es Dale Watson nicht schon, und seine „His Lone Stars“ gleich dazu, man müsste sie allesamt noch heue erfinden. Und auch wenn es nicht als goldene Regel im engeren Sinne gilt: Wer aus Gründen als schwarzes Schaf im gemeinen Countryversum gebrandmarkt ist, dem stehen Alternative Country und artverwandte Labels so offen wie eine gut geölte Saloon-Tür oder die Bahnhofsmission.

Watson, Lonestars und ein graumeliertes Bonanzarad auf dem Kopf also. Dazu ein Songwriting, dass jetzt von einem wie Johnny Cash nicht gerade himmelweit entfernt zu deuten ist. Macht in der Summe „unverpassbar“. Gleichwohl könnte Dale Watson, der durch Höhen und Tiefen be- und gerauschte Sohn Alabamas, auch aus einem der vielen Raumschiffe zeitgenössischer 50er-Jahre-Science-Fiction-B-Movies verbimmelt worden sein. Und wehe, die wollen den irgendwann zurück. 11. Juni | Nochtspeicher (kel)

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