So. Mit ein paar Tagen Abstand. Noch mal hören. Schon wieder. “Wahrscheinlich nie wieder vielleicht“, der neue Song von Ferris MC. Der Rocksong. Der Song, den er mit Madsen aufgenommen hat. Und? Immer noch. Irgendwie ganz geil das Ding. Kein klassischer Ferris, keine Madsen-Nummer, kein derbes Brett und doch ziemlich gut zu hören.

“Ich will nicht länger irgendein Image bedienen müssen, sondern Musik machen, die zu mir als Mensch passt. Es ist an der Zeit zu zeigen, wer ich wirklich bin”, sagt Ferris MC. “Rap-technisch bin ich mittlerweile an einem Punkt angelangt, an dem ich mich nur noch wiederholen kann, um den Erwartungen gerecht zu werden. Doch so funktioniert Musik für mich nicht, denn ich muss mir selbst gerecht werden, um die nötige Energie freisetzen und ein gutes Album abliefern zu können.” Also macht er wieder mal was Neues. Sicher nicht ganz neu, auch auf “Glück ohne Scherben” gab es Gitarren, doch wieder einmal anders. Nach Ferris und Fettich, nach DJ und Deichkind. Und das nicht einfach so. “Punkrock und Rap haben meine Jugend gleichermaßen geprägt, in den 80er-Jahren habe ich alles von den Ramones über Die Ärzte bis hin zu Exploited abgefeiert. Ich war ein kleiner Punk, der schließlich selbst Musik machen wollte.”

Jetzt war er mit Madsen im Studio, die Band produzierte und spielte ein, Ferris sang. Die Platte heißt wie der erste Song “Wahrscheinlich nie wieder vielleicht” erscheint am 8. März und soll ein Album für Leute sein, Zitat Ferris MC, “die auf handgemachte Musik stehen und die bereit sind, sich völlig unvoreingenommen von meiner Vergangenheit, auf einen singenden und schreienden Ferris MC einzulassen – der sein Rapper-Alter-Ego hinter sich gelassen hat.”

Im kleinen Kreis schreit Ferris MC am 14. März, dann spielt er eine kuschelige Release-Show im Molotow. (mf)

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