Superlative wo du hinschaust. Weil Spidergawd mit Album Nummer fünf schon rein visuell im Titel „V“ recht siegessicher auf dem Weg sind? Dünnes Eis. Weil der fantastische Nois-O-Lution-Labelvorsitzende Uli Hoeneß Arne Gesemann einfach mal so einen raushaut: „Ein Label zu betreiben ist ziemlich einfach, wenn einer deiner Künstler Jahr für Jahr das „Album des Jahres“ veröffentlicht“? Hm, warte, wir haben Januar, oder?

„Beethovens Fünfte? Pah! Spidergawds Fünfte!“ lässt laut.de vernehmen und hätte man nicht selbst zwei gesunde Ohren, man müsste es wohl oder übel glauben. Blöd nur: In Wahrheit ist „V“ noch geiler. Dabei beginnt alles ausgerechnet mit einer rostigen Improvisation am Saxophon. Und kratzt zu späterer Stunde sogar an den heiligsten E-Street-Band-Signaturen. Schnellere Gemüter befinden sich bis hierhin schon von Kopf bis Foos im Taumel, tief im auf die Zwölf-Modus, treten Gaspedale durch, stellen die assoziativen Playlisten auf analog um und strecken schon mal vorsichtig die Faust durch betondicke Wände. Andere zitieren Sabbath, diverse Heads der Rockgeschichte, IG Metall-Vertreter und sympathisierende Zeitgenossen herbei. Und gibt es das Albumartwork eigentlich als Ganzkörperkondom mit eingebautem Soundsystem? Sky is the limit: Spidergawd | 28. März | Knust. (kel)

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