Mrs. Greenspan

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Mrs. Greenbird? Die einen so: Das sind doch diese Fernseh-Musiker, die Casting Band von X-Factor. Die anderen: Das sind doch die mit dieser ziemlich abgefahrenen “Blitzkrieg Bop”-Version, das müssen Ramones-Fans und damit gute Menschen sein. Recht haben natürlich beide.  2012 gewannen Mrs. Greenbird die dritte Staffel der Castingshow X Factor. Wenig später zockten sie eben dieses “Blitzkrieg Bop”. Siehe hier. Beides ist lange her, beides zeigt: Sängerin Sarah Nücken und Gitarrist Steffen Brückner haben durchgehalten. Halten weiter durch. Und das deutlich länger an die meisten Casting-Künstler vor ihnen.

Morgen erscheint ihr neues Album “Dark Waters” – und das kann was. Wirklich, das ist gut, das ist schön, das ist manchmal regelrecht spannend. Was durchaus, zumindest mich, überrascht. Denn Spannung aus Folk und Pop generieren? Hätte man, hätte ich jetzt nicht mit gerechnet. Doch wenn sie zum Beispiel den komplett runter reduzierten Titeltrack spielen, einen düsteren, eindringlichen Titeltrack spielen – dann ist das so schön wie spannend.

Und der Song ist keine Ausnahme. Auch ein gemeinsam gesungenes “Midnight Rose” berührt wie der Opener “Long Time No See” bei aller Zerbrechlichkeit einen gewissen Groove an den Tag legt, später ist “Morals” ziemlich lupenreiner, aber wahrlich kein schlechter Pop, hat “Learn How To Love You” so einen gewissen Simon And Garfunkel-Charme und erinnert “The Simple Things” sogar einmal kurz an die unvergleichliche Tori Amos.

Na gut, am Ende gibt es auch hier, wie man, also wie ich erwartet hatte, auch Langeweile, gibt es eher öderen Indie/Folk/Country/Pop. Aber deutlich weniger als … erwartet. Heißt also: Das Album erwähnen wir hier gerne und ohne schlechtes Gewissen, das Album werden wir uns, werde ich mir, sicher noch öfter anhören. Und wenn ich wüsste, dass Mrs. Greenbird auch am 16. April im Greenspan, ich meine Gruenspan, auch “Blitzkrieg Bop” spielen würden, dann müsste man sich mal überlegen … (mf)

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