Von “Soul und Sex” reden sie, wenn sie von Gosto reden. Von James Blake und Chet Faker, Frank Ocean und Prince. Ja, okay, stimmt. Passt, gibt eine Richtung vor. ABER. Roel Vermeer, der 27-Jährige aus den Niederlanden, der Mann, der Gosto ist, ist noch viel mehr.

Und deshalb ergänzen wir dann mal, liebe Promoter. Wir ergänzen Reggae und Pop und ein ganz feines 80er-Gespür, wir ergänzen auch UB40 und die Beautiful Girls – und wir behaupten: “What Do You Mean ‘You Need A Colour TV’” hat nicht nur einen atemberaubenden Titel, es ist auch ein ganz vorzügliches Stück Musik, ein wirklich schönes Album. Hallo, Frühling, du klingst aber gut.

“What Do You Mean ‘You Need A Colour TV’” erschien am 5. April, enthält ein rundes Dutzend überwiegend entspannter Songs – von denen einige als ziemliche Hits durchgehen. “Best Of Me” offbeatet sich zum Beispiel ultra-gechillt in die Birne, “Twice” könnte für Gosto das sein, was “I Thought About You” für die The Beautiful Girls ist – “I Knew You Better Before” ist so etwas wie ein dunklerer Gegensatz dazu und auch die “Cigarette” burnt eher slow …

Das absolute Lieblingslied auf dieser Platte allerdings ist: die klebrige, erschreckend authentische 80er-Ballade “What Is It Like”. Denkste erst, der meint das nicht ernst, merkste dann: der meint das ernst. Wunderbar. Vielleicht noch wunderbarer: Gosto spielt am 25. April im Nochtspeicher. (mf)

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