Als Kirsche verkleidet in der Barclaycard-Arena auflaufen am 4. Oktober? Oder doch lieber mit geballter Dieter-Faust? Es mutet angesichts Dieter Bohlens gefühlter Dieter24.com-Dauerpräsenz zwar seltsam an, in den bisherigen Ankündigungen von sechzehn Jahren Titanen-Bühnenabstinenz zu lesen, die der Dieter rund um den Tag der Einheit gemeinsam mit einer „Live-Band“ entmauert. Aber egal. Denn „Es wird ein großer Abend mit 21 Geschichten zu meinen 21 Nummer Einsen“. Auf Jahre hinaus unschlagbar, frei nach Kaiser Franz (Beckenbauer).

Was nimmt man nicht alles in Kauf, um vielleicht noch ein einziges Mal „Atlantis Is Calling“ mitweinen zu können und dem heutigen Status einer der mit Abstand krudesten Selbstinszenierungen der vergangenen Jahrzehnte Pop(p)geschichte beizuschlafen. Apropos beiwohnen: Wer ein bisschen geduldig googlet, findet einen Modern Talking-Auftritt vor menschenleerem Rasen im Fußballstadion von Toljatti, enorm viele Frisuren und noch viele weitere zeitgenössische Dokumente. Und steht („Hätte, hätte, Nora-Kette“) am Ende vielleicht vor der quälenden Frage, ob wirklich David Hasselhoff ganz alleine die Betonbrocken zur Seite geräumt hat seinerzeit. (kel)

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