Es gibt sie wohl noch. Rein offiziell. The Hold Steady. Ihr letztes Album erschien aber vor bereits fünf Jahren. Das letzte Album von Sänger Craig Finn dagegen erst am vergangenen Freitag. “I Need A New War” heißt es, ziemlich sehr gut ist es.

Zehn Songs sind drauf, zehn erwachsene, nachdenkliche, manchmal gar melancholische, manchmal auch gar nicht melancholische Songs zwischen Indie, Americana und Singer/Songwriter. Dabei immer präsent, immer im Mittelpunkt und zwischendrin auch mal ganz alleine: diese wunderbare Stimme des großen Craig Finn. An anderer Stelle helfen Bläser, weibliche Stimmen, helfen Ausflüge in den Soul. Oder auf die Rennbahn (“Blankets“). Das klingt dann mal komplett rund, an anderer Stelle ein bisschen verkopft, aber tatsächlich nie: doof.

Nein, nicht mal ein bisschen, “I Need A New War”  ist ein rundum spannendes, ehrliches und sehr interessantes Album (und interessant heißt nicht, es ist nicht hübsch …), dem man zuhören soll, kann und muss, das man mehrmals hören sollte, zuhören, aufnehmen … genießen.

Idealer Weise auf Vinyl – siehe zum Beispiel bei unseren Freunden von finestvinyl.de – und mindestens genau so ideal live. Am 24. Oktober präsentieren wir euch Craig Finn im Molotow. (mf)

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