Mit Stil. Und ohne.

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Welches Schublädchen hätten’s denn gern? Fragt der alte Mann. Fick dich. Sagen die jungen Männer. Sagen Remo Drive. Nur sicherlich viel höflicher. So sehen sie zumindest aus. So nett, adrett. Höflich. Männer mit Stil. Und ohne.

Vergangenen Freitag erschien ihr neues Album “Ordinary, Everyday Degradation”. Beheimatet auf Epitaph. Heimat von Bad Religion und Pennywise, von Punk, Politik und Skateboarding. Zum Beispiel. Aber eben auch: Remo Drive. Zwei Brüder, eine Band, eine Klasse. Große Klasse. Ganz vorne: Indie, schmalzig, eingängig, wunderschön. Ein Song wie “Dog” erinnert an eine Band wie Martha. An anderen Stellen schimmern Weezer durch, aber auch diese modernen, hippen Indiepunk-Bands. Gutes Stichwort: Joe Reinhart (Modern Baseball, Hop Along) hat produziert.

Und dann, immer wieder: Nö. Anders. Punk? Punk, bitte sehr, Pop-Punk, Emo, bisschen wie früher, gestern, übermorgen. “The Grind” vielleicht der beste Song der Platte. Anders super: “Ezra And Marla”, hallo Melancholie, manchmal hallo große Kunst. Und weiter große Klasse. Überall. So etwas nennt man Hit.

Ach, diese Platte ist einfach unglaublich sehr gut, unglaublich spannend, lässig, wunderschön. Am 6. Dezember spielen Remo Drive im Molotow.

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